1. Herren Bezirksliga Nord

v.l.n.r.
Jacob Ndi (Trainer), Jan Richert, Julian Keck, Claas Völcker, Gerrit Kronfeld, Malte Wendland, Marc Gersmann, kniend: Philipp Peyck, Dean Burnham, Joao Matos, Nino Einbeck
Saisonrückblick Bezirksliga Nord Herren
Als BasCats-Spieler Jacob Ndi als Trainer beim ersten Herrentraining nach den Sommerferien in die Halle kam, war die Teilnehmerzahl sehr übersichtlich. Die Mannschaft im Herrenbereich des Rot-Weiss Cuxhaven hat sich völlig umgestaltet. Aber fast wöchentlich neue Spieler hinzu. So war es aber in den ersten Spielen schwer, eingeübte Spielsysteme auch konsequent umzusetzen. Die Niederlagen waren entsprechend hoch. Als Achtungserfolg konnte das erste Heimspiel angesehen werden, als die Mannschaft „nur" mit 13 Punkten unterlag.
Beim Spiel gegen den TSV Buxtehude-Altkloster war man einem Sieg schon sehr nahe. Aber zweifelhafte Schiedsrichterentscheidungen in der Schlussphase verhinderten den ersten Sieg im Duell der Kellerkinder und zogen durch unsportliches Verhalten nach dem Spiel auch eine Sperre des Trainers Jacob Ndi bis Saisonende nach sich. Ein unrühmliches Kapitel in der Saison, wo der sich gerade erholende Ruf von Rot-Weiss im Bezirk wieder stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Schon Anfang Januar 2009 hatten BasCats-Kollegen von Jacob Ndi die Idee, den Abstieg der Mannschaft durch eigenes Eingreifen zu verhindern. Möglich war das aber nur Matthias Dawidowski, Benas Matkevicius und dem gerade aus Litauen zurückgekehrten ex-BasCat Marius Zemaitis.
Und so sorgte das Auswärtsspiel in Lamstedt im ganzen Bezirk für einigen Gesprächsstoff. Die Herren besiegten mit Unterstützung von Benas Matkevicius und Marius Zemaitis den Nachbarn mit 25 Punkten, wobei Rot-Weiss in der zweiten Hälfte noch einen Gang herunter schaltete. Es kamen nämlich alle Spieler zum Einsatz und wurden von den ehemaligen Profiakteuren geschickt in Szene gesetzt. Die Spieler traten jederzeit als Mannschaft auf und straften so die Kritiker Lügen, die eine two-man-show vorausgesagt hatten.
Am nächsten Wochenende war dann der Tabellenführer aus Achim zu Gast und rund 60 Zuschauer drängten sich in der kleinen Ritzebütteler Halle. Benas Matkevicius und Marius Zemaitis dominierten die Begegnung von Beginn an. Sie erzielten zusammen in der ersten Halbzeit schon 39 ihrer insgesamt 55 Punkte. Sie glänzten nicht nur mit ihrer individuellen Klasse, sondern machten auch ihre Mitspieler besonders durch gute Anspiele besser. Achim merkte man an, dass sie gegen so einen starken Gegner in der laufenden Saison noch nicht gespielt hatten. Im 4. Viertel beobachteten die beiden Stars der Mannschaft ihre Mitspieler von der Bank. Trotzdem konnte Cuxhaven das Viertel für sich entscheiden und gewann das Spiel hoch verdient mit 98-70. Das letzte Spiel der Saison gegen den ASC Cranz-Estebrügge gewann die Mannschaft fast ohne professionelle Hilfe. Benas Matkevicius war beruflich bedingt ortsabwesend, Matthias Dawidowski schied in der 4. Spielminute verletzungsbedingt aus und Marius Zemaitis führte Regie überwiegend von der Bank.
Leider kam der Rettungsversuch ein Spiel zu spät und durch nicht erwartete Siege der Mitabstiegskonkurrenten konnte der Abstieg in die Bezirksklasse nicht verhindert werden.
Als Fazit bleibt aber festzuhalten, dass die Mannschaft gestärkt mit mehr Selbstvertrauen sehr wohl auch aus eigener Kraft den Abstieg hätte vermeiden können, wenn sie früher zu dieser Spielfreude und den rettenden Akteuren in der Hinterhand gefunden hätte.