Spielberichte
3 : 3
RW Cuxhaven kam nach dreimaligem Rückstand noch zu einem glücklichen 3:3 im Kellerduell der Landesliga gegen den TSV Etelsen
Die Gastgeber, die teilweise übermotiviert in die Zweikämpfe gingen, kamen überhaupt nicht in die Partie und boten in spielerischer Hinsicht Mangelware. Das Team, von Torwart Patrick Dahmen angefangen, schlug nur hohe Bälle in den Strafraum der Gäste, die nichts einbrachten. Besser machte es dagegen der TSV, der teilweise recht gefährlich vor dem Strafraum der Cuxhavener auftauchte.
In der 18. Minute foulte Philipp Schlüter im eigenen Strafraum und Etelsen ging durch Verwandlung des Strafstoßes nicht unverdient mit 0:1 (Gloger) nach vorne. Die einzige Chance der Rot-Weissen in der ersten Hälfte brachte das 1:1 (43.). Eine Flanke von Matthias Milz (machte ein starkes Spiel), endlich mal von der Außenbahn, versenkte Tim Grundmann mit einem gefühlvollen Kopfball über den Gäste Keeper hinweg.
Auch nach dem Wechsel war Etelsen das bessere Team. Die Gastgeber schafften es einfach nicht in spielerischer Hinsicht
Akzente zu setzen, sondern der kämpferische Moment stand weiter
im Vordergrund. Als Rot-Weiss in der 54. Minute den Ball nicht aus der Gefahrenzone bekam, war ein Gäste-Spieler per Distanzschuss zum 1:2 (Mantai) erfolgreich.
Doch die Heimischen fighteten weiter. Als der gerade eingewechselte
Damian Curras-Varela den Gäste-Keeper mit einem Schuss aus 20 Metern Entfernung prüfte, konnte dieser den Ball nur abklatschen.
Torjäger Gundmann war da, wo er sein muss, und staubte aus spitzem Winkel zum 2:2 (73.)
ab.
Auch danach bekamen dieihr Spiel. Anteil daran hatte auch die Schiedsrichterin Annika Hobst (Seevetal), die teilweise sehr merkwürdige Entscheidungen (auf beiden Seiten) traf und die Spieler zu lautstarken Protesten provozierte (sogar RW-Coach Gerd Ottowitz musste hinter die Bande). Trotzdem hätten Curras-Varela (76.) und Grundmann (80.) per Kopfball das 3:2 machen können, doch sie vergaben.
Als Etelsen einen Freistoß (84.) zehn Meter hinter der Mittellinie zugesprochen bekam, beförderte der Cuxhavener Milz die hohe Flanke in die eigenen Maschen zum 2:3.
Doch Rot-Weiss bewies Moral und hatte an diesem Abend einen Tim Grudnmann in seinen Reihen, der fast nicht auszuschalten war. Nur zwei Minuten später nahm er das Spielgerät im Strafraum, halblinke Position, an und „hämmerte" es unhaltbar in die rechte Seite des Etelsener Gehäuses zum 3:3. Die Vorlage kam von Milz.
Die Cuxhavener wollten in dem Kellerderby eigentlich einen Dreier
verbuchen und sich von den punktgleichen Etelsenern absetzen.
Doch auch mit dem wiedergenesenen Mannschaftskapitän
Michel Bello-Perez und Oliver Stepniak, die von Beginn an spielten,
kam keine Ordnung in die Abwehr und in der Vorwärtsbewegung
konnten die beiden auch keine Akzente setzen. So kamen die Rot-Weissen nur zu einem glücklichen Punktgewinn, der im Kampf um den Klassenerhalt viel zu wenig ist.
RW setzte ein: Dahmen (im Tor), Knötzsch, Stepniak, Schlüter (46. Thermer), Milz, Albano (63. Curras-Varela), Bello-Perez, Ildem, Adibelli, Grundmann, Cavar.
