Ein wenig Fußballgeschichte (Quelle: Wikipedia)
Cuxhavener SV
Gründung
Am 4. August 1911 wurde der Cuxhavener SV zunächst als Marine SV Cuxhaven gegründet. Den endgültigen Namen nahm der Verein erst 1918 an. Dank Förderung durch die Marine schloss er rasch zu den Spitzenteams der Region auf. So qualifizierte man sich 1917 für die Endrunde um die Norddeutsche Meisterschaft, schied jedoch im Viertelfinale mit einer 2:4-Niederlage gegen den Marine SC Wilhelmshaven aus.
Zudem wurde ein Sportplatz am Strichweg errichtet. In den Jahren 1919/20, in der Bezirksliga Unterweser, sowie 1922/23 und 1923/24 in der Bezirksliga Weser/Jade, spielte der Verein in der ersten Liga.
Tiefer Einschnitt 1924
1924 brach alles zusammen. Dafür war eine Vorstandskrise verantwortlich. Man musste den Spielbetrieb aufgeben. 1928 eröffnete man den Sportplatz Brockeswalde. Nach der Wiedereinführung der Wehrpflicht 1935 kamen wieder viele Talente nach Cuxhaven. 1937 gewann man die deutsche Marinemeisterschaft. 1943 stieg man wieder in die erste Liga (diesmal die Gauliga) auf und wurde auf Anhieb Ligazweiter. Zu der Zeit spielte dort mit Ottmar Walter ein späterer Weltmeister, der somit Cuxhavens erfolgreichster Fußballer aller Zeiten ist. 1944 schaffte man den Einzug ins norddeutsche Pokalfinale gegen den LSV Hamburg. Zu seinem 80. Geburtstag berichtete Walter noch einmal von diesem Spiel, welches in Brockeswalde stattfand und für den Außenseiter mit Heimvorteil mit 1:3 verlorenging: „Die Brockeswalder Anlage war in bester Verfassung, und über 2000 Zuschauer gaben dieser Begegnung die schönste Kulisse. Die Gäste boten jeder für sich eine technisch sehr gute und vor allem eine taktisch reife und routinierte Leistung. Die CSV-Elf kannte gegen die Elf mit dem großen Namen keine Hemmungen.“
Nach dem Krieg
In der Zeit zwischen 1947 und 1949 spielte der CSV in der Landesliga Niedersachsen. Man war wieder erstklassig. Der Höhepunkt dieser Zeit war ein Freundschaftsspiel gegen den Hamburger SV vor 6.000 Zuschauern auf dem Jahn-Sportplatz in der Beethovenallee. Es folgten Jahre in der zweiten Liga, in der man oft hoffte, in die erste Liga zurück zu kehren. Man profitierte von der Aufnahme vieler Talente, die beim Erstligisten Bremerhaven 93 gescheitert waren. Nachdem man immer im gesicherten Mittelfeld (mit Ausreißern nach oben, wie 1952: Platz 3) gespielt hatte, stieg man 1959 überraschend ab. Eintracht Cuxhaven stieg im selben Jahr auf, so war man plötzlich nicht mehr die beste Mannschaft der Stadt Cuxhaven. In den 70ern wäre man fast aus der viertklassigen Landesliga wieder aufgestiegen. Doch es reichte nicht. 1976 gelang dem CSV der Sprung in den DFB-Pokal - ein großes Erfolgserlebnis, obwohl man gleich in der ersten Runde gegen den SV Waldhof Mannheim verlor. Fünf Jahre später zerstritt sich der Vorstand, man musste sich aus den Ligen abmelden. 1990 fusionierte man mit dem zweiten großen Verein aus Cuxhaven, Eintracht Cuxhaven, und dem Brockeswalder SV zum heutigen Verein.
Sportplätze
Sportplatz „Kampfbahn“
Der Hauptplatz des SV ist der 1950 errichtete Sportplatz „Kampfbahn“. Er entstand aus den Überresten eines alten Marinesportplatzes. Er besitzt eine Haupttribüne mit Sitzplatzgelegenheiten für ca. 750 Personen. Stehstufen sind links und rechts von der Haupttribüne errichtet worden. Früher war der Platz (Tribüne, Geländer, Vereinslokal etc.) im Stile der Vereinsfarben des CSV Grün-Weiß gehalten. Nach der Fusion zum SV Rot-Weiss hat sich das entsprechend dem Namen geändert.
Sportplatz am Strichweg
Auf den Sportplatz am Strichweg spielen heute nur wenige Mannschaften vom SV Rot-Weiss. Für Fußball ist der Platz aufgrund seiner Ausrichtung auf Leichtathletik eher dieser Sportart vorberhalten. Normalerweise gibt es für Zuschauer nur drei Stehstufen. Eine Ausnahme sind die EWE Athletics, eine Leichtathletikveranstaltung, die jedes Jahr in Cuxhaven stattfindet. Hierfür wird jedes mal eine provisorische Tribüne errichtet. Durch eine Zufahrt hinter dem Stadion kommt man direkt an den Deich. Begibt man sich auf diesen, so sieht man in naher Entfernung das Wahrzeichen Cuxhavens, die Kugelbake.
Jahnsportplatz
Der dritte Sportplatz stellt den Rekord für das Fußballspiel in Cuxhaven: Das bereits erwähnte Spiel gegen den HSV 1946. Heute gibt es dort zwei Sportplätze (Jahnplatz I und Jahnplatz II). Früher gab es dort eine Holztribüne, die die Zuschauerzahl von 6.000 ermöglichte. Inzwischen gibt es nur noch ein paar Stehstufen auf der „Insel“, die die beiden Plätze trennt und auf der Pappeln stehen.
Sportplatz Brockeswalde
Dieser Platz wurde 1928 eröffnet. Aktuell tragen die Mannschaften der A-Jugend und der B-Jugend dort ihre Partien aus.
