Spielberichte

      5      :      3

 

Fußball-Oberliga: Rot-Weiss verliert mit 3:5 bei Hansa Lüneburg / Gegner sieht 2. Minute die rote Karte
VON FRANK LÜTT

 

Der Fußball-Oberligist Rot-Weiss Cuxhaven konnte gegen zehn Mann nicht gewinnen. Bei Hansa Lüneburg gab es eine 3:5-Niederlage,
obwohl der Gegner schon nach 120 Sekunden Spielzeit mit einem Spieler weniger auskommen musste.
Damit bleiben die Cuxhavener auf dem 14. Tabellenplatz. Am kommenden
Wochenende soll die Mannschaft zu einer Nachholbegegnung U.L.M. Wolfsburg auf der Kampfbahn empfangen.

 

Eigentlich begann die Partie sehr verheißungsvoll. In der 2. Spielminute
holte der Gastgeber-Spieler Berger als sogenannter letzter Mann den heranstürmenden Nehat Shalaj von den Beinen. Der Schiedsrichter
ahndete dieses Foul mit der roten Karte. Aber Hansa blieb spielbestimmend und Rot-Weiss verstand es nicht, aus der nummerischen
Überlegenheit Kapital zu schlagen.

Und so ging denn Lüneburg in Führung in der 10. Minute.
Eine langeFlanke leitete Tillak zu Krasnikow weiter und der erzielte das 1:0.

Immerhin fiel nur sechs Minuten später der Ausgleich. Shalaj passte
in die Spitze und Moritz Peckmann schob am Keepe vorbei zum 1:1 ein. Trotzdem gelang es Cuxhaven nicht, das Spiel zu beruhigen. Und so war es nicht verwunderlich, dass Lüneburg die nächste Gelegenheit hatte, aber
RW-Keeper Hannes Krüger war bei dem Elf-Meter-Schuss von Kruse auf dem Posten (22.).

Eine Flanke von Bruno da Silva Oliveira (22.) köpfte Andree Wölm (er hatte den Vorzug vor dem grippegeschwächten Marcus Richter erhalten)
knapp über das Tor. In dieser Phase verletzte sich Nicola Albano. Er wurde von Sergion Gonzalez ersetzt. Eine 2:1-Situation nutzten Wölm und da Silva Oliveira (32.) nicht aus.

 

Im Gegenzug traf dann aber Tillak zur 2:1-Führung der Gastgeber. Allerdings dauerte es erneut nicht lang bis zum Ausgleich: Shalaj gab
wiederum den entscheidenden Pass (39.) in die Tiefe und da Silva Oliveira schob zum 2:2 ein.

 

Der FC Hansa ging aber mit einer 3:2- Führung in die Kabine, weil Kruse
einen 18-Meter-Freistoß in die Cuxhavener Maschen hämmerte.

 

In der 51. Minute gab es die erste erwähnenswerte Aktion der zweiten
Hälfte und „die tat beonders weh", berichtete RW-Coach Carsten Huning. Nach einer langen Flanke war erneut der Lüneburger Tillak erfolgreich. Kurze Zeit später wurde Richter eingewechselt und Cuxhaven drängte, lief aber letztlich (64.) in einen Konter, den der Hansa-Akteur Herting
zum 5:2 vollendete. In der 76. Minute fiel das 5:3.

 

Nach einer Ecke und anschließender Kopfball-Stafette drückte Peckmann mit seinem zweiten Treffer den Ball über die Linie.
Rot-Weiss war dann zwar überlegen, spielte sich jedoch nicht glasklare
Chancen heraus. Währenddessen blieben die Platzherren, die sich weit zurückgezogen hatten, durch Konter gefährlich. In der 88. Minute hatte der eingewechselte Michel Bello-Perez wenigsten noch eine Möglichkeit,
aber seinen Freistoß hielt der Hansa-Schlussmann. So blieb es beim 5:3.

 

RW-Trainer Huning: „Absolut ärgerlich für uns. Wir haben es in Überzahl einfach nicht geschafft, Ruhe in die Partie zubringen.."

 

Rot-Weiss setzte ein: Krüger (im Tor), Knötzsch (59. Richter), Stepniak, Albano (24. Gonzalez), Peckmann, da Silva Oliveira, Cavar, Unruh, da Rocha Nunes (70. Bello-Perez), Shalaj, Wölm.