Spielberichte

   

Rot-Weiss verschenkt zwei Punkte
Fußball-Landesliga: Cuxhavener Mannschaft zeigt beim 1:1 gegen SV Teutonia Uelzen zwei unterschiedliche Halbzeiten


Rot-Weiss Cuxhaven ist gestern Nachmittag noch nicht der Befreiungsschlag gelungen. In der Fußball-Landesliga-Partie gegen
Uelzen mussten sich die Schützlinge von Trainer Gerd Ottowitz mit einem 1:1 begnügen. Nach einer mäßigen ersten Hälfte, hätten aber die Kampfbahn-Kicker nach den zweiten 45 Minuten einen Sieg verdient gehabt. Aber den Cuxhavenern klebte auch das Pech am Stiefel, besonders Stürmer Tim Grundmann, der sich in letzter Sekunde auch noch verletzte.

 

Die Gäste begannen viel druckvoller. Allein in den ersten drei Minuten hatten sie zwei Eckbälle und einen nicht ungefährlichen Kopfball nach einem langen Einwurf. Die Cuxhavener produzierten unterdessenviele Fehler im Mittelfeld, hervorgerufen durch das frühe Stören der Uelzener. Rot-Weiss kam gar nicht in Strafraumnähe, versuchte es mit magerem Erfolg aus der Distanz. Nicola Albano (8.) und Baris Ildem schossen aber weit über das Gehäuse hinweg.

 

Teutonia blieb aktiver, ging schon in der 15. Spielminute verdient
in Führung. Kim-Peter Knötzsch wurde in der Vorwärtsbewegung schlecht angespielt, er kam bei der Ballannahme ins Straucheln, sein Gegenspieler spitzelte das runde Leder weg und spielte direkt in die Spitze zu Kai Salewski, der eiskalt an RW-Keeper Patrick Dahmen zum 0:1 einschob.
Während es bei den Cuxhavenern zunächst bei harmlosen Fernschüssen blieb, Dennis Thermer in der 20. und ChristopherBürgy in der 32. Minute, hatte Uelzen durch einen Kopfball, der an die Latte klatschte (29.), eine weitere Großchance.

 

Von da an waren die Platzherren dann wach. So fiel der 1:1-Ausgleichstreffer in der 35. Minute durch einen wuchtigen Kopfball
von Nicola Albano. Entscheidenden Anteil daran hatte der stark spielende Mahmut Adibelli, der durch ein sehenswertes Solo einen Einwurf herausholte. Er erhielt wieder den Ball und gab die zum Tor führende Flanke. Bis zur Pause passierte dann nichts Besonderes
mehr.

 

Nach dem Seitenwechsel waren die Cuxhavener viel aggressiver,
setzten den Gegner mächtig unter Druck. Mehrere gefällige Spielzüge,
meistens über Adibelli, führten zu Chancen. Der 18-Jährige selbst
prüfte den Keeper in der 52. Minute.
Drei Minuten später lupfte Adibelli elegant den Ball in eine Lücke zu Tim Grundmann, der direkt aus der Drehung heraus den Torwart zu einer Parade zwang. Und nur 60 Sekunden danach wehrte der Gäste-Schlussmann einen Grundmann-Kopfball nach Thermer-Ecke ab.

 

Cuxhaven drückte weiter, auch eine Uelzener Konterchance in der 65. Minute unterband nicht den Sturmlauf. In der Drangperiode
hatte Teutonia zwar noch eine Möglichkeit (77.), als etwas Konfusion im RW-Strafraum herrschte, aber ansonsten waren nur die Heimischen am Drücker.
In der 87. Minute die größte Chance für Cuxhaven: Baris Ildem
hämmerte die Kugel aus 20 Metern an die Unterkante der Latte, von da aus sprang der Ball etwa 30 Zentimeter vor der Linie auf den Rasen.


Drei Minuten danach köpfte Grundmann noch über das Tor.
In der Nachspielzeit verletzte er sich auch noch ohne Fremdeinwirkung
am Knie, musste noch lange behandelt werden.

 

RWTrainer Ottowitz: „Das wäre bitter, wenn sich Tim ernsthaft verletzt hätte. Da müssen wir weitere Untersuchungen abwarten. Das 1:1 ist echt schade, weil wir zweite Halbzeit wirklich ein gutes Spiel gemacht haben."

 

RW setzte ein: Dahmen (im Tor), Knötzsch, Schlüter, Albano, Ildem, Adibelli, Grundmann, Cavar, Curras-Varela (68. Mansoor),
Thermer (57. Santjer), Bürgy.