Spielberichte

       3      :      1

 Der Fußball-Landesligist
Rot-Weiss Cuxhaven hat am Freitagabend vor rund 100 Zuschauern das Heimspiel gegen VfL Stade mit 3:1 gewonnen.

 

Unter Flutlicht taten sich die Gastgeber erste Halbzeit schwer gegen die abstiegsbedrohten Gäste. Das Heimteam von Trainer Gerd Ottowitz blieb aber ruhig, verließ sich auf seine gute körperliche Fitness, die sich zum Ende der Partie immer mehr als großer Vorteil erwies.

Noch bevor dieses Spiel unter Flutlicht angepfiffen wurde, gab es eine Hiobsbotschaft für RW: Abwehrrecke Oliver Stepniak verletzte sich beim Warmmachen. Für ihn musste Christopher Bürgy in die Bresche springen.
Um es vorwegzunehmen. Das gelang gut. Der einzige Spieler, der sich am Anfang grobe Schnitzer leistete, war Kapitän Jan Unruh, aus dem zweiten ergab sich sogar eine Torchance.

Die Cuxhavener wurden früh und effektiv gestört. Der VfL trat in den ersten 45 Minuten couragiert und bissig auf. Der Pausenstand von 1:1 war
durchaus verdient aus Sicht der Gäste. Marcus Richter hatte die Platzherren in der 16. Minute in Führung gebracht. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß auf der linken Seite, dribbelte er zwei Gegenspieler aus und traf flach aus 18 Metern.

Heiner Lütjen glich für den VfL aus. Er kam mutterseelenallein nach einer
Freistoß-Flanke zum Kopfball. beim 1:1 (25. Minute) sah die RWAbwehr
schlecht aus.

Während die Stader ansonsten eher kleinere Chancen noch hatten, wurden die Möglichkeiten der Cuxhavener im Keim erstickt durch robusten Einsatz der VfLer, der manches Mal das Maß des Erlaubten überschritten hatte. Dabei hätte es durchaus mindestens zweimal Elfmeter geben können
oder sogar müssen. Nachdem VfL-Keeper Dennis Bock abklatschen
ließ, rammte er den Rot-Weissen Baris Ildem um (28.).
Kurz vor dem Pausenpfiff wurde Richter im Strafraum von den Beinen geholt. Auch hier blieb der Pfiff aus.

Das aggressive Spiel im Mittelfeld hatte die Stader offensichtlich viel Kraft gekostet, sodass RW seine Stärken im zweiten Durchgang ausspielen konnte. Die Cuxhavener ließen Ball und Mann laufen.
Der älteste Spieler auf dem Platz markierte die beide Treffer zum 3:1-Endstand, nämlich Michel Bello-Perez. Der in wenigen Tagen seinen 34. Geburtstag feiernde Spanier traf in der 47. Minute per Freistoß.

Nach einem Foul an Bruno da Silva-Oliveira schoss Bello-Perez aus halbrechter Position aus gut 25 Metern durch Feind und Freund zum 2:1 in die Maschen.

 

Der zweifache Torschütze: Michel Bello-Perez, im Hintergrund Baris Ildem. Foto: Lütt Der zweifache Torschütze: Michel Bello-Perez, im Hintergrund Baris Ildem. Foto: Lütt

Sechs Minute später erkämpfte sich Richter auf der linken Angriffsseite
den Ball, zog am Gegenspieler an der Torauslinie vorbei und bewies bei der Hereingabe große Übersicht. Bello-Perez brauchte nur noch den Fuß hinhalten. „Meinen pack habe ich in der A-Jugend erzielt", so der Routinier.
Richter (51., 55.) und Bello-Perez (73.) hatten noch weitere Möglichkeiten. Die einzige Stader Chance im zweiten Abschnitt gab es in der Nachspielzeit, aber RWKeeper Patrick Dahmen rettete mit einer Glanzparade.

RW setzte ein: Dahmen (im Tor), Knötzsch, Bürgy, Albano, Ildem (85. Schlüter), Bello-Perez, da Silva-Oliveira, Richter (81. Krause), Cavar, Mansoor (72. Thermer), Unruh.