Spielberichte
3 : 2
Rot-Weiss Cuxhaven - TSV Winsen/Luhe 3:2 (1:2)
Das Schlusslicht begann unter dem Interimstrainer-Dreigestirn Daniel Gonzalez, Hermann Brenner und Jan Unruh sehr engagiert, hatte auch
mehrere gute Ansätze in der Offensive, aber ohne Erfolg.
Die RW-Abwehr, die mit Libero in Person von Oliver Stepniak spielte, wurde in den ersten 30 Minuten kaum gefordert. Das Mittelfeld hatte sehr gut mitgearbeitet und so schon das Spiel der Gäste im Ansatz zerstört. So fiel dann das 0:1 in der 32. Minute eher überraschend. Nach einem Einwurf auf der linken Seite sollte es eigentlich nach vorn für Cuxhaven gehen, aber der Ball landete beim Gegner und der schaltete blitzschnell um. Niklas Jonas traf für die Gäste.
Und nur 180 Sekunden später das nächste Unheil für RW: Christopher
Bürgy sah die Rote Karte. Der Schiedsrichter erkannte auf Notbremse, der Verteidiger war dem Angreifer in die Hacken gelaufen.
Zumindest bei den Heimischen eine heiß diskutierte Entscheidung,
wie viele weitere des Unparteiischen im späteren Verlauf.
In der 38. Minute gelang aber schon der Ausgleich. Verteidiger Kim-Peter Knötzsch flankte hoch nach vorn und Stürmer Tim Grundmann drosch das Leder direkt aus 18 Meter Entfernung in die Maschen.
Die Freude hielt nicht lange an. Damian Curras-Varela verlor auf der linken Seite leichtfertig den Ball. Winsen suchte den Abschluss,
Rot-Weiss bekam mehrfach den Ball nicht aus der Gefahrenzone.
In einen Fernschuss, der vermutlich die Eckfahne getroffen hätte, hielt Gästestürmer Yannick Heidrich sein Bein hinein und fälschte so zum 1:2 ab.
Nach dem Wechsel drehten die Cuxhavener in Unterzahl weiter auf. So traf Grundmann nach Pass von Baris Ildem ins Tor, aber der Schiri entschied auf Abseits.
Die Platzherren flankten immer wieder hoch in den Strafraum, kamen
so auch zu diversen Möglichkeiten. In der 68. Minute passte Grundmann in die Tiefe auf Curras-Varela, der den Ball querlegte.
Der eingewechselte Maher Mansoor verpasste knapp.
In dieser Drangphase wurde Trainer Gonzalez auf die Tribüne verbannt, aber die anderen beiden Coaches Brenner und Unruh brachten Dennis Santjer ins Spiel.
Eine Freistoß-Flanke von Michel Bello-Perez (82.) klatschte gegen die Latte und von dort aus auf den Rücken des Keepers. Das runde Leder fiel Santjer auf den Fuß und der brachte es hinter die Linie zum 2:2.
Die 87. Minute: Eine Freistoß-Flanke von Michel Bello-Perez klatscht gegen die Latte, der Ball fällt auf den Rücken des Gästekeepers und von dort aus auf einen Fuß von Dennis Santjer. (Foto: Lütt)
Doch damit nicht genug. Der Joker köpfte fünf Minuten später
eine Grundmann-Flanke in das sogenannte lange Eck zum 3:2.
Auch eine fünfminütige Nachspielzeit änderte nichts mehr an dem Heimerfolg von Rot-Weiss. Damit ist Cuxhaven nun nur noch Vorletzter, weil Rot-Weiß Wesermünde an diesem Spieltag
erneut verloren hat. Die Nichtabstiegszone ist für Cuxhaven aber
noch fünf Punkte entfernt. Am kommenden Sonntag reisen die Kampfbahn-Kicker zum jetzigen Tabellenfünften SV Eintracht
Lüneburg.
RW spielte mit: Dahmen (im Tor), Knötzsch, Stepniak, Albano (79. Santjer), Ildem (57. Cavar), Bello-Perez, Adibelli, Grundmann,
Curras-Varela, Thermer (57. Mansoor), Bürgy.