BOXEN

 

Boxen ist eine Kampfsportart, bei der sich zwei Kontrahenten unter festgelegten Regeln nur mit den Fäusten bekämpfen. Ziel ist es, möglichst viele Treffer beim Gegner zu erzielen oder diesen durch einen Knockout außer Gefecht zu setzen. Die Kämpfer sind für gewöhnlich mit gepolsterten Handschuhen ausgestattet und müssen derselben Gewichtsklasse angehören.

 

Er ist entschieden, wenn ein Gegner vom Ringrichter als unfähig erachtet wird, den Kampf fortzuführen, eine schwerwiegende Regelverletzung vorliegt, eine Aufgabe signalisiert wird oder der Ablauf der regulären Rundenzahl zu einer Punktentscheidung führt.

 

Es gibt grundlegende Unterschiede zwischen Amateur- und Profiboxsport. Die Regeln für den Amateurboxsport werden von der AIBA, dem Weltverband des Amateurboxsports festgelegt. Diese Regeln sind zugleich die Grundlage für das Boxen als olympische Disziplin. Somit ist die Teilnahme an Olympischen Spielen nur Amateurboxern gestattet, die dem Weltverband AIBA angehören. Amateur- und Profiboxsport haben unterschiedliche Regeln und sind von Technik, Ausführung und Taktik her nur begrenzt vergleichbar. Darüber hinaus gibt es im Profibereich kleinere Unterschiede zwischen den einzelnen Verbänden.

 

Ein Kampf wird normalerweise in drei Runden von je drei Minuten Länge ausgetragen, zwischen den Runden jeweils eine Minute Pause. Es entscheidet die Anzahl der Treffer. Ein Treffer wird anerkannt, wenn mindestens drei der fünf Punktrichter einen Schlag innerhalb einer Sekunde als Treffer anerkennen. Dies geschieht durch Eingabe in einen Computer. Dieser wertet die Eingaben aus und zeigt die Treffer an. Dieses System soll die Urteile nachvollziehbarer machen und Manipulationen einschränken. Das Tragen eines Kopfschutzes, Zahnschutzes, Tiefschutzes (Männer), Brustschutzes (Frauen) und eines ärmellosen Oberteils ist bei Amateurboxkämpfen Pflicht. Das Oberteil muss sich von der Hose farblich deutlich unterscheiden, damit die Gürtellinie klar erkennbar ist. Bei Boxhandschuhen im Amateursport ist die erlaubte Trefferfläche weiß markiert, um dem Kampfgericht das Erkennen regelwidriger Treffer zu erleichtern.

 

Die Boxabteilung kann auf eine lange Tradition zurückblicken, ihr gehören momentan ca. 60 Mitglieder an, von denen ca. 25-30 aktiv boxen. Die Boxer kommen i.d.R. bei überregionalen Veranstaltungen zum Einsatz, meistens in Bremerhaven.  



 

Neuer Abteilungsleiter für die Boxabteilung 


Unerwartet, aber nachvollziehbar und konsequent hat der bisherige Abteilungsleiter, Jürgen Spleth, sein Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Ungeachtet der Umstände gilt es Jürgen Spleth sowohl von Seiten des Vorstands wie von Seiten der Sportler Dank zu sagen für seine engagierte und erfolgreiche Tätigkeit. Unter seiner Führung ist die Abteilung wieder aufgeblüht und hat nicht zuletzt durch seine umsichtige, gradlinige Art sowie seiner organisatorischen Maßnahmen zur sportlichen Förderung  eine kontinuierliche leistungsorientierte Aufwärtsentwicklung genommen und zudem auch noch  zahlreiche neue Mitglieder in ihren Reihen begrüßen können.  Danke für dieses Wirken zum Wohle unseres Rot-Weiss.

Neuer Abteilungsleiter ist Benny Abt, der am 22. August 2023 von den Aktiven der Boxabteilung unter der Wahlleitung des 1. Vorsitzenden, Bernd Köpcke, ohne Gegenkandidat zum Abteilungsleiter gewählt wurde. Der Vorstand beglückwünscht Benny Abt zu dieser schönen Aufgabe und wünscht ihm viel Erfolg und hofft eine gute Zusammenarbeit mit dem Vorstand.   

1.Cux Box Open

Freut Euch auf eine tolle Box Veranstaltung ausgerichtet von unserer Box Abteilung. 08.06.2024 ab 13.00 Uhr. Termin vormerken! Wir freuen uns auf euren  Besuch.

 

Rot-Weiss Cuxhaven von 1990 e.V.
 Vorstand 




Nachruf Gerd H. Leutbecher

am 28. April 2024 verstarb nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 86 Jahren der langjährige Abteilungsleiter der Boxabteilung, Gerd Leutbecher, im Krankenhaus Cuxhaven. 

Gerd Leutbecher prägte 36 Jahre lang den Boxsport in Cuxhaven. Boxen war seine große Leidenschaft, diesem Sport ging er seit seinem 19 Lebensjahr nach, zunächst in Hamburg beim BS Sportmann in der Polizeisporthalle in St. Pauli, wo er sich seine ersten Sporen verdiente. Zuerst im Bantamgewicht und später im Weltergewicht. Insgesamt absolvierte er in 14 Jahren 119 Kämpfe, von den er 68 für sich entscheiden konnte. Er stand sogar im Finale um die Hamburger Stadtmeisterschaft und mit der Hamburger Stadtauswahl machte er auch auf internationalem Parkett bei Kämpfen in Polen, Schweden und Dänemark eine gute Figur. Schon damals absolvierte er als Gastboxer für den Cuxhavener Sportverein immer mal wieder Kämpfe und trat endgültig dann 1984 zu den „Grün-Weissen“ über, die damals noch von Herbert Schulz und Hermann Meisner sen. trainiert wurden. 

Während seiner Hamburger Zeit arbeitet Gerd Leutbecher auf der Stülcken-Werft in Hamburg als Stahlbauschlosser und Schweißer und absolvierte auf dem zweiten Bildungsweg die Fachhochschulreife, um in Hamburg Bauwesen zu studieren. Danach war er als Diplomingenieur Fachrichtung Bauingenieurwesen tätig. 1982 übersiedelte der dann samt Familie und Sohn Lars wieder in seiner Geburtsstadt Cuxhaven, wo er als Dipl.-Ingenieur und Technischer Prüfer im Rechnungsprüfungsamt 25 Jahre für den Landkreis Cuxhaven tätig war. 

Ausgestattet mit der C-Lizenz als Übungsleiter (später B-Lizenz als Trainer) übernahm er 1984 dann auch gleich das Training in der Hermann-Allmers-Halle, als Herbert Schultz krankheitsbedingt ausfiel und baute die Boxsparte kontinuierlich 36 Jahre lang aus. Unter seiner Leitung wurden viele Boxer zu Bezirks-, Niedersachsen-, Norddeutschen- und Landesmeistern.Darunter Sascha von Staa, Marco und Andreas Hofer sowie Eugenio Gomez Casado. Hervorzuheben ist der Gewinn der Deutschen Jugendmeisterschaft von Manuel Montoya. Seine beiden „Zöglinge“ Manuel Montoya und Eugenio Gomez Casado haben ihn bis zum Schluss als Co.-Trainer begleitet und setzen seine Arbeit erfolgreich fort. 

Sein Lebensmotto lautete: "Geht nicht gibt es nicht!“ und „Halbe Sachen“ mochte er nicht. Boxen ohne Sparring war undenkbar, so Leutbecher. Ein Boxer brauche nur 10 bis 20 Prozent Kraft, alles andere sei Kondition, Reaktion, Koordination, Schnelligkeit und Disziplin. So prägte er Generationen von Boxern, wobei es ihm nicht nur um die technischen Fähigkeiten ging, sondern auch um die charakterliche Entwicklung. Die Bedeutung von Fairness und dem Wert vom Durchhaltevermögen waren ihm wichtig. Dass es sich lohnt, zu kämpfen und nicht gleich aufzugeben, genauso wie die Erkenntnis, dass man  an sich arbeiten muss, um besser zu werden, so wie im täglichen Leben. Nur wer bereit ist, sich zu quälen und an feste Regeln zu halten, ist als Boxer geeignet. Man lernt auch seine Grenzen auszuloten und sich selbst richtig einzuschätzen.Nicht zuletzt: „Boxen beginnt im Kopf und ist reine Strategie“. 

Während seiner Zeit als Abteilungsleiter und Trainer agierte Gerd Leutbecher auch international als Kampfrichter und pflegte viele Kontakte zu  norddeutschen Vereinen. Er war überall ein geschätzter Gesprächspartner und Ratgeber.



Verein Rot-Weiss Cuxhaven ist Gerd Leutbechers für sein jahrzehntelanges Engagement zum Wohle des Boxsports außerordentlich dankbar und bedauert sehr, dass ein Urgestein des Boxsports in Cuxhaven nun seinen letzten Kampf beenden musste und wird ihm ein ehrendes Gedenken bewahren. 

Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und all denen, die den Verstorbenen auf seinem langen Weg beim Boxsport begleitet und ihn dabei außerordentlich zu schätzen gelernt haben. 
 Der Vorstand 

Anmerkung: Besonderer Dank gilt Joachim Tonn, der für einen Bericht zur Verabschiedung von Gerd Leutbecher als Abteilungsleiter die Lebensdaten des Verstorbenen recherchiert hat. 



Trainingszeiten & Ort    

Dienstag und Donnerstag: ab 18:00 Uhr

Sonnabend: ab 10:30 Uhr

Gorch-Fock Sporthalle (neben der Hermann-Allmers-Halle)


Ihr Ansprechpartner

Abt, Benny
Erreichbarkeit: 0177 2420903